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    Morbus Addison

 

Was ist Morbus Addison ?

 

Jedes Säugetier produziert in kleinen Mengen natürliches Kortison. Dieses Kortison ist lebensnotwendig. Es wird von zwei kleinen Organen im Bauch, den Nebennieren, hergestellt. Diese Organe geben neben den Kortisonen (auch Glukokortikoide genannt) auch so genannte Mineralokortikoide ab. Beide sind für das Überleben zwingend notwendig.

 

Die Glukokortikoide (Kortison) werden benötigt, um jederzeit, auch in Phasen des Fastens, Energie bereit zu stellen. Sie haben Auswirkungen auf den Appetit und auf das Immunsystem.

 

Die Mineralokortikoide regeln den Salz- und Flüssigkeitshaushalt des Körpers.

 

Morbus Addison ist eine Erkrankung, bei der die Nebennieren zu wenig Glukokortikoide und zu wenig Mineralokortikoide produzieren.

 

 

Was verursacht Morbus Addison ?

 

Die häufigste Ursache für Morbus Addison ist die Zerstörung der Nebennieren durch das körpereigene Immunsystem. Dies passiert, wenn das Immunsystem die Nebennieren fälschlicherweise als fremd erkennt. In der Absicht, einen Eindringling unschädlich zu machen, richten sich die Abwehrzellen des Körpers gegen diese lebenswichtigen Organe und töten sie ab. Nur sehr selten ist ein Tumor für den Zelluntergang verantwortlich.

 

Wie macht sich Morbus Addison bemerkbar ?  

 

Morbus Addison ist eine eher seltene Erkrankung beim Hund, bei der Katze kommt sie nur in Einzelfällen vor. Am häufigsten sind jüngere bis mittelalte weibliche Hunde betroffen..

 

Bei einigen Hunderassen scheint die Erkrankung öfter vor zu kommen, wie zum Beispiel:

 

Es können aber prinzipiell Hunde und Katzen aller Rassen, beider Geschlechter und jeden Alters erkranken.

 

In den meisten Fällen ist der Morbus Addison eine akute Erkrankung, die sich plötzlich bemerkbar macht. Ein schleichender Beginn über mehrere Wochen bis Monate ist eher selten.

 

Die häufigsten Probleme sind:  

Plötzlicher Kollaps ist möglich.


 

Wie wird Morbus Addison diagnostiziert ?

 

Leider sind Erbrechen, Durchfall, Appetitverlust und Gewichtsverlust sehr unspezifische Probleme. Sie können bei Erkrankungen des Verdauungstrakts, der Leber, der Nieren oder auch des Herzens vorkommen. Deswegen wird eine Reihe von Untersuchungen notwendig sein, um eine richtige Diagnose zu stellen. In vielen Fällen werden zunächst Blut- und Harnuntersuchungen, Röntgen, Ultraschall und EKG durchgeführt. Die Symptome des Patienten in Verbindung mit den Untersuchungsergebnissen führen zur Verdachtsdiagnose „Morbus Addison“.

 

Die Diagnose wird durch einen speziellen Test, den ACTH-Test, abgesichert.

 

Wie wird Morbus Addison behandelt ?

 

Die Behandlung erfordert eine lebenslange Tablettengabe. Hierbei werden die fehlenden Hormone (Glukokortikoide und Mineralokortikoide) zugeführt. Bis die für das individuelle Tier richtige Dosierung der Medikamente gefunden ist, dauert es eine Weile. Gerade zu Anfang müssen immer wieder Blutuntersuchungen gemacht werden. Die Dosierung wird dann entsprechend angepasst.

 

Ist ein Tier einmal vernünftig eingestellt, kann es ein langes und glückliches Leben führen. Um dies zu gewährleisten, muss der Besitzer jedoch seinen Anteil dazu beitragen. Er muss gewillt sein, die nicht ganz günstigen Medikamente ein Hunde- oder Katzenleben lang zu bezahlen und er muss darauf achten, dass die Medikamente regelmäßig verabreicht werden. Zusätzlich ist wichtig zu wissen, dass Hunde und Katzen in besonderen Situationen (starke Anstrengung, Stress) unter Umständen höhere Dosierungen benötigen. Jedes Tier reagiert hier individuell und es bedarf einiger Zeit, bis Sie lernen, solche Situationen richtig einzuschätzen.