Glaukom - Grüner Star

Therapie des Glaukoms
Die Therapie des Glaukoms richtet sich einerseits nach der Ursache.
Andererseits muss eine Drucksenkung das vordringliche Ziel einer Behandlung sein.
Nur so kann der weiteren Degeneration der wichtigen Netzhaut begegnet werden.
Das Glaukom ist eine für das Auge bedrohliche Erkrankung, die therapeutisch sehr individuell angegangen werden muss.

Medikamente:
Es existieren eine Vielzahl von Medikamenten, um den Augeninnendruck zu beeinflussen.
Da das Glaukom einen meist fortschreitenden Prozess darstellt, versagen diese häufig irgendwann einmal.
Chirurgische Maßnahmen stellen da eine dauerhaftere Lösung dar ...

Operation:
Ein noch sehendes Auge wird heute mit dem Laserstrahl behandelt.
Der Ziliarkörper, wo das Kammerwasser im Auge produziert wird, ist das Zielorgan, auf das der LASER gerichtet wird.
Dies kann auf zweierlei Weise geschehen:

TSCP

Bei der Transskleralen Cyclophotokoagulation (TSCP) wird der Strahlenkörper im Auge, wo das Kammerwasser produziert wird, durch die weiße Lederhaut hindurch mit dem Laserstrahl beschossen. Hierdurch verbleibt weniger Gewebe, welches Kammerwasser produzieren kann und dadurch kann der Druck sinken. Da man aber das Zielgewebe nicht direkt sieht, kommt es zu „Kollateralschäden“, die zu einer möglichen Entzündung im Auge führen. Diese möchte man eigentlich vermeiden.

Der LASER wird von außen durch die Lederhaut auf den Ziliarkörper gerichtet.

ECP

Bei der Endoskopischen Cyclophotokoagulation (ECP) hingegen kann das zu treffende Gewebe genau eingesehen und damit selektiv zerstört werden. Diese Methode ist sehr neu in der Tiermedizin und auf diesem Kontinent noch nicht verbreitet. In den USA hingegen wird sie von den Pionieren dieser Technik seit 2006 mit gutem Erfolg eingesetzt. Die Erfolgsraten liegen bei 93% bezüglich der besseren Kontrolle des intraokulären Drucks und 83% in Bezug auf den Erhalt des Sehvermögens.

Unter endoskopischer Sichtkontrolle kann bei der ECP der LASER von innen direkt auf die Ziliarkörperfortsätze gerichtet werden. Hierdurch kann das Gewebe gezielter erreicht werden und es entsteht weniger Entzündung.